Mid-Ager-Tours - Serie: Körpersprache
(14) Wie man in den Wald hineinruft...
Aus der Serie: Körpersprache beim Flirt
... so schallt es zurück. Was der eine sagt und meint, und was der andere hört und versteht, hängt nicht nur vom Inhalt und Satzbau ab, sondern auch vom Tonfall. Probieren Sie das doch einfach mal aus.
Sprechen Sie laut den nachfolgenden Satz: "Er will sie nicht." Betonen Sie dabei das Wort NICHT und senken Sie die Stimme am Satzende. Beim zweiten Mal betonen Sie das ER, senken die Stimme nach dem Komma und machen eine Pause: "Er will, sie nicht." Sie hören, durch die veränderte Betonung bekommt derselbe Satz zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen.
Ein klassisches Beispiel dafür, mitten aus dem Paarbeziehungsalltag gegriffen, ist der berühmte Satz: "Kannst du bitte mal den Mülleimer raustragen?" Ist ihr Ton freundlich und die Beziehung in Ordnung, wird er die Bitte erfüllen und die Sache ist erledigt. Klingt hingegen in ihrer Stimme unterschwellige Aggression mit, weil sie sich über ihn geärgert hat - oder hört er unterschwellige Aggression, weil er sich über sie geärgert hat, kann ein solcher Satz stundenlange Grundsatzdiskussionen auslösen.
Was man hört, bestimmt die Kommunikation also mehr als die Worte. Oft entstehen Missverständnisse aber auch deshalb, weil man nicht richtig zugehört hat. Kein Wunder in der heutigen Reizüberflutung, der wir täglich ausgesetzt sind.
Aber dagegen kann man etwas tun. Was? Das lesen Sie nächste Woche.
Mid-Ager-Tours
Kaufkraft

Quelle: Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Daten und Fakten 2009
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