Mid-Ager-Tours - Serie: Körpersprache
(20) Bitte Abstand halten
Aus der Serie: Körpersprache beim Flirt
"Bitte Abstand halten". Ein Schild, wie man es oft sieht, in der Bank, bei der Bahn, am Flughafenschalter. Weil Menschen Abgrenzung brauchen. Denn jeder Mensch hat – wie eine schützende Luftblase – eine unsichtbare individuelle Hoheitszone um seinen Körper und damit das Bedürfnis nach Distanz.
Allerdings gibt es keine allgemein gültigen Grenzabstände.
Wie groß das persönliche Distanzbedürfnis ist, hängt entscheidend vom Kulturkreis ab, in dem man aufgewachsen ist. Der Autor Ken Cooper untersuchte die Unterschiede in Cafehäusern auf der ganzen Welt. Seine Beobachtungen führten zu einem eindrucksvollen Ergebnis: Innerhalb einer Stunde berührten sich Gäste in London kein einziges Mal. In Florida zweimal. In San Juan aber 180-mal. Man kann sich leicht vorstellen, wie bedrängt sich ein Londoner in St. Juan fühlen muss. Und umgekehrt: Wie verlassen mag sich ein Puerto-Ricaner in London vorkommen?
Das unterschiedliche Distanzbedürfnis der Kulturen wirkt sich natürlich auch bei Besprechungen am Arbeitsplatz aus. Schon manche Unterschrift scheiterte daran, dass die beiden Parteien die Unterschiede nicht kannten. Während der eine die Nähe sucht, um Vertrauen zu fassen, fühlt sich der andere bedrängt und wehrt ab.
Auch manch verheißungsvoll beginnender Flirt scheiterte an einer Distanzverletzung. Wie bei Ingrid, von der ich Ihnen nächste Woche erzähle möchte.
Autor: Monika Wehn
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Monika Wehn veröffentlichte fünf Bücher rund um Partnersuche und Kommunikation, organisiert Freizeitprogramme für den FREIZEITCLUB KARLSRUHE und leitet das online-Portal www.karlsruhe-entdecken.de
Website: http://www.monikawehn.deEmail: ed.nekcedtne-ehurslrak@nhew.akinom
Mid-Ager-Tours
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Quelle: www.rheinhafen.de
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