Köpfe der Region


Annette Neufang und Bernd Lind

Fotografen


BerNet heißt oder bedeutet...? Es sind die jeweils ersten drei Buchstaben unserer Vornamen - Ber(nd) und Net(te). Wir haben uns 2008 kennen- und lieben gelernt - die Fotografie spielte dabei keine unwichtige Rolle. Wir brauchten nicht allzu lange um festzustellen, dass wir bei der Beurteilung eines Fotos, oder auch eines gemalten Bildes, die gleichen, einfachen Maßstäbe anlegen: Gefällt oder Gefällt nicht. Denn braucht ein Bild erst einmal eine langatmige oder gar abgehobene Beschreibung, ist die Aufgabe eines Bildes - ohne Worte zu erzählen verfehlt.


http://www.bernet-karlsruhe.de


Fotografieren bedeutet für Euch ...?

... etwas Schönes, etwas Erfüllendes, etwas womit man sich ausdrücken und darstellen kann, etwas das Anderen Hinweise auf Uns gibt... immer auch etwas Musisches, etwas dass den Blick für einfache Schönheiten schärft.

Fotografie ist auch Handwerk, hat aber – zumindest für uns Hobbyfotografen - mit jeder technischen Neuerung ein wenig an Bedeutung verloren. Geblieben ist die Grundvoraussetzung schlechthin: das sehende Auge, Augen die in der Lage sind, ein interessantes Motiv oder eine – meist kurzlebige - Situation schnell zu erkennen.

Mit dem Finger am Auslöser und einer zuverlässigen Automatik in der Kamera, können wir uns bei einem Wald- oder Stadtspaziergang treiben lassen und warten, bis unser Blick an einem Motiv hängen bleibt – eine Farbe, eine Form, eine Stimmung. Manchmal verweigern wir einem Motiv die geforderte Aufmerksamkeit – das rächt sich und wirkt lange nach, z.B. mit der beunruhigenden Frage: Hab' ich jetzt was verpasst? Soll ich noch einmal zurück gehen?

Ein Beispiel: Vor ein paar Tagen gingen wir in den Schlosspark. Am Wegrand stand eine Gruppe Löwenzahn, die einen scharfen Schatten an die dahinter liegende Hauswand warf. Ich sah das Motiv, war aber gedanklich schon bei der Spiegelinstallation am Schloss. Ja, seither suche ich bei unseren Spaziergängen eine Gruppe Löwenzahn, die einen scharfen Schatten an die dahinter liegende Hauswand wirft.
Was, Wo, Wie fotografiert Ihr...?

Die Natur im Großen wie im Kleinen: Vor der Haustür, in der Region... eigentlich überall.
Kunst und Kultur: Graffiti, Installationen, Live-Musiker, Kleinkünstler.
Gesichter bei Veranstaltungen: Die Leiden der Marathonläufer, der Ehrgeiz der Radrenner, selbstvergessene Kinder beim Spiel, der Musiker und sein Instrument.
Spiegelungen: In Wassern, Pfützen, Fenstern und Autos.
...
Oft arbeiten wir mit gezielter Unschärfe und/oder nehmen die Motive aus ungewöhnlichem Blickwinkel ins Visier. Zu erwähnen wäre noch, dass wir unsere Fotos – abgesehen von Kontrast und/oder Helligkeit – nicht bearbeiten. So bleibt mehr Zeit zum Fotografieren und für die anderen schönen Dinge des Lebens.

Was ist die Papierwerkstatt...?

Hier werden Figuren "erschaffen". Dazu braucht es Kleister und Zeitungen. Dann wird gekleistert und gerollt, geknetet und geformt, modelliert und gespachtelt, geschliffen und grundiert, Teile verbunden und Macken kaschiert. Das ist Handarbeit pur. Die Figur reift im Kopf, manchmal hilft Bildmaterial, z.B. um die Frage zu klären, wie denn ein Giraffenkopf aussieht. Am Schluss sieht aber dann doch jede Figur immer ein bisschen anders aus, als ich es mir zu Anfang vorgestellt habe.

Erfolge...?

Na ja, wir nehmen schon an Fotowettbewerben teil. Unser Problem ist eigentlich immer die Auswahl, die wir für den Wettbewerb treffen müssen. Das ist jedesmal zeit- und diskussionsintensiv. Beim Hoepfner-Fotowettbewerb 2008 – "Etwas bewegen" – sahen wir erstmals eines unserer Bilder in einer Ausstellung hängen. Obwohl es nicht prämiert wurde, war es für uns doch ein Erfolg, unter den vierzig Besten gewesen zu sein. Aber eigentlich freuen wir uns auch über ein ehrliches Lob von Freunden und Bekannten oder eine Rückmeldung von Besuchern unserer Homepage.