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BREIVIKS ERKLÄRUNG – ÖFFENTLICHER FILMDREH in Karlsruhe am 19.3.2013

Ein Gastspiel im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus

Am 17. April 2012 hält der Terrorist Anders Breivik vor dem Osloer Amtsgericht eine Rede. Der 77fache Mörder erläutert seine Taten, bekundet seine Verbundenheit zu al-Qaida, zum schweizerischen Minarettverbot und zur NSU. Er skizziert seine Theorie des Untergangs Europas durch Einwanderung und Multikulturalismus. Die Aussagen wurden nicht im Fernsehen übertragen und für die Öffentlichkeit gesperrt.

Auf der Theaterbühne spricht die türkisch-deutsche Schauspielerin Sascha Özlem Soydan, die Darstellerin der Medea in der Karlsruher Inszenierung, als Anders Breivik.Regisseur Milo Rau erregte zuletzt in Moskau Aufsehen mit seiner dokumentarischen Nachstellung Die Moskauer Prozesse u. a. über Pussy Riot und zwei kritische russische Ausstellungsmacher. Seine Inszenierungen waren eingeladen zum Festival d?Avignon 2010, zum Berliner Theatertreffen 2012 und zum Münchner Festival "Radikal Jung" 2012, wo er den Regie- und Publikumspreis erhielt. Dort wird nach Stationen in Weimar, Berlin und Karlsruhe im April 2013 auch Breiviks Erklärung gezeigt.

Im Anschluss diskutieren Bundesanwalt Rainer Griesbaum, Leiter der Terrorismusabteilung bei der Generalbundesanwaltschaft, und Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll vom Institut für Theaterwissenschaft der Universität Frankfurt mit dem Regisseur Milo Rau, der Schauspielerin Sascha Özlem Soydan und dem Publikum.

Eine Produktion des IIPM – International Institute of Political Murder in Kooperation mit dem Deutschen Nationaltheater.

Karten und weitere Infos unter:
http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/i





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