Köpfe der Region


Claudia Mummert

Kriminalautorin aus Karlsuhe


Claudia Mummert lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und ihrem Labrador-Schäferhund-Mischling in Durlach. Nach der Geburt der ersten Tochter wechselte die gelernte PTA in die Computerbranche. Erst im Jahr 2007 entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben.

Ihre erste Kurzgeschichte wurde in der Anthologie "Schwarzes Boulevard" veröffentlicht. Seither bringt sie neben Kriminalgeschichten auch Kindergeschichten, sowie Horror und Fantasy zu Papier.

Ihr Thriller-Debüt "Der Blutfänger" erschien im März 2009, ihr zweiter Thriller "Der Irrglaube", wird im Mai 2010 veröffentlicht.


http://www.claudiamummert.de


Karlsruhe, 03.02.2010

Woran arbeiten Sie gerade?

Ich schreibe gerade die letzten Seiten meines zweiten Thriller "Der Irrglaube", der im Mai diesen Jahres beim G.Braun Buchverlag veröffentlicht werden wird.

Wann haben Sie begonnen zu schreiben – und warum?

Es liegt schon einige Jahre zurück – sagen wir einfach damals – schrieb ich einen Liebesroman. Doch mir fehlte der notwendige Biss, den jeder neue Autor braucht, um durchzuhalten. Kurz entschlossen legte ich mein Schriftstück zur Seite und vergaß für lange Zeit das Schreiben. Irgendwann hole ich diesen Liebesroman wieder aus der Schublade und überarbeite ihn.
Durch eine Ausschreibung "Hobbyautoren gesucht" fiel mir meine Lust an den Worten wieder ein und ich schrieb meinen ersten Kurzkrimi. Und der wurde auch tatsächlich veröffentlicht. Durch diese Euphorie angetrieben, schrieb ich weiter. Und so auch meinen ersten Roman.

Worauf sind Sie stolz?

Wirklich stolz bin ich darauf, dass ich es tatsächlich geschafft habe, einen Roman zu schreiben, der zumindest den meisten Lesern auch tatsächlich gefällt. Überrascht war ich, dass es letztendlich doch sehr schnell geklappt hat mit der Verlagssuche.

Wie teilen Sie sich Ihren Tag ein – wann schreiben Sie – und wie organisieren Sie Ihren Alltag?

Oh jeh...das ist eine Frage, die ich gar nicht gerne höre, erinnert sie mich doch daran, wie chaotisch ich doch eigentlich bin. Das Einteilen liegt mir schwer im Magen...ich kämpfe damit, allem irgendwie gerecht zu werden, doch es gelingt mir nicht immer. Ich arbeite Vollzeit, kümmere mich nach Feierabend um meine Familie und versuche abends, bzw. nachts zu schreiben. Zwischendurch habe ich dann noch Termine für Lesungen und etwas Freizeit. Also von Organisation ist das leider noch sehr weit entfernt.

Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mal gar keine Lust zur Arbeit haben?

Das ist eine schwierige Frage, denn wenn ich mal gar keine Lust zum Arbeiten habe (wir reden hier vom Schreiben), dann versuche ich den aktuellen Text auf die Seite zu legen und einen neuen zu beginnen, der mir gerade mehr Spaß macht. Nicht umsonst bewege ich mich in verschiedenen Genres – sie bieten Abwechslung.


Was nervt Sie am anderen Geschlecht?

Da muss ich jetzt wohl diplomatisch antworten, oder? Männer sind anders – Frauen auch *grins*. Nein, im Ernst. Es gibt bei beiden Geschlechtern Nervensägen. Und ich bin manchmal bestimmt auch eine.

Was gefällt Ihnen daran?

Am anderen Geschlecht? Wenn ich das jetzt hier beantworte, sprengt es nicht nur den Rahmen, sondern auch die Altersfreigabe Ihrer Homepage.

Was tun Sie gern in Ihrer Freizeit?

Alles, was meinen Kopf frei werden lässt. Mir fehlt nur leider meist die Zeit dazu, doch wenn ich sie habe, liebe ich es auf unserem Grundstück vor mich hin zu werkeln, Klavier zu spielen, Karaoke zu singen, mit Freundinnen Tanzen zu gehen, laut Musik zu hören, mit meinem neuen Bogen zu schießen, in der Sonne zu liegen, barfuß laufen und noch vieles mehr.

Wie entdecken Sie eigentlich die schönen Ecken der Region?

In dem ich mit offenen Augen durch unsere Straßen gehe. Wir fliegen in die Karibik, aber kennen die Sehenswürdigkeiten unserer Stadt nicht. Waren Sie schon mal am Mausoleum? Ich schätze mal 80% der Karlsruher wissen noch nicht einmal, wo es sich befindet. Schade. Es ist sehenswert. Und nicht nur, weil es eine Schlüsselrolle in meinem ersten Roman trägt.

Was zeigen Sie Ihrem Besuch?

Meist bleibt nicht all zu viel Zeit für Sehenswürdigkeiten. Also greife ich auf die für mich wichtigsten Orte zurück. Der Turmberg ist für mich bei Tag und bei Nacht auf jeden Fall ein Muss. Dann eine kurze Innenstadtführung vom Marktplatz mit der Pyramide zum Karlsruher Schloss. Wenn dann noch Zeit ist und wetterabhängig fahre ich mit meinem Besuch an den Rheinhafen.

Was wünschen Sie sich in der Region, was es noch nicht wirklich gibt?

Ehrlich? Eine Diskothek für alle Altersklassen. Aber das hängt wohl eher am Generationenkonflikt, als an den gastronomischen Möglichkeiten.