Specials - Fidelitas Nachtlauf
Die Panne mit dem Funkloch
Wandert der Zeiger der Uhr auf 22:00 Uhr zu, dann werden Veranstalter, die Sportpresse und auch der Stadion-Moderator langsam unruhig, in freudiger Erwartung auf den ersten Läufer, der in dieser Nacht die Ziellinie durchquert. Die Physis des Menschen erlaubt es, hier zu 100% vom ersten Läufer zu sprechen. So gab es in 31 Jahren Nachtlauf jedenfalls keinen Fall, dass einmal eine Läuferin als erste das Siegerband durchbrach. Dafür waren die Läuferinnen optisch immer schöner als ihre männlichen Kollegen.
Für Moderator und auch Sportfotografen und Presse ist es aber nicht ausreichend zu wissen, ob Mann oder Frau zuerst das Stadion erreichen, vielmehr sind Startnummer und somit die Identität des Athleten wichtig. Hierzu bediente man sich in zurückliegenden Jahren verschiedener, technischer Hilfsmittel, um entsprechende Informationen in den Zielbereich zu geben, was fast immer gut funktionierte.
Im Jahr 2008 passierte es aber, dass die Kommunikationsverbindung zwischen dem letzten Streckenposten und dem Stadionsprecher abbrach. Ein Schreck an unpassender Stelle, da man die Zweitplatzierte der Nacht erwartete und bisher nur der Sieger, die Siegerin und Mannschaften das Ziel passierten. Kurzerhand griff man zum Mobiltelefon und versuchte, diese Kommunikationslücke zu schließen, was zunächst gelang. Dann riss jedoch der Kontakt zum Stadionsprecher erneut ab. Alle Bemühungen, mit Alternativgeräten den Kontakt zum letzten Streckenposten zu schließen, blieben erfolglos. Als sich nach mehreren Minuten der Streckenposten wieder beim Stadionsprecher meldete, hatte die Zweitplatzierte nicht nur den Posten, sondern auch bereits "unbemerkt" die Ziellinie passiert. Das war auch einer der wenigen Momente im Berufsleben von Sportfotograf Heini W. Seith, dass ihm sein Motiv, ohne Foto, davongelaufen ist.
www.fidelitas-nachtlauf.de/
Specials
Kaufkraft

Quelle: Stadt Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung, Daten und Fakten 2009
alle Fakten hier
Stadt-Teile entdecken