Ausgehen - Film | Theater | Kabarett


Festival: Cinema Afrika in der Kinemathek Karlsruhe

Filmische Begegnungen mit einem Kontinent | 10.-13. März 2011

Unter dem Titel Cinema Afrika richtet die Kinemathek vom 10. bis 13. März den Focus ganz auf das aktuelle Filmschaffen aus und über Afrika. Alle ausgewählten Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme sind Preisträger renommierter Festivals, die erstmals in Karlsruhe vorgestellt werden. Die Filmtage bieten damit bereits zum fünften Mal die seltene Gelegenheit zu filmischen Begegnung mit einem Kontinent, der in den westlichen Medien immer nur sehr fragmentarisch wahrgenommen wird.

Donnerstag, 19 Uhr
Eröffnet wird das Festival am Donnerstag um 19 Uhr mit dem kenianischen Kurzfilm Pumzi –Breath, einer stilsicheren Science-Fiction-Vision aus Ost-Afrika über den Kampf ums Wasser, 35 Jahre nach dem Dritten Weltkrieg. Der Film ist zusammen mit der Dokumentation Shungu – The Resilience of a People aus Simbabwe zu sehen, die den von ökonomischen Problemen und politischen Machtkämpfen bestimmten Alltag behandelt. Eine persönliche Bestandsaufnahme des Filmemachers Saki Mafundikwa, die 2010 mit dem Sembene Ousmane Award ausgezeichnet wurde.


Donnerstag, 21.15 Uhr und Freitag, 17 Uhr
In Themba nimmt die Regisseurin Stefanie Sycholt den Traum eines Jungen von einer Karriere als Profifußballer zum Anlass, das Leben von Kindern und Jugendlichen in Südafrika zu schildern, ohne ihre Probleme wie extreme Armut und AIDS auszusparen.


Freitag, 19 Uhr und Sonntag, 17 Uhr
In Victoire Terminus wird eine Gruppe sehr außergewöhnlicher Frauen porträtiert, die im legendären Stadion der Hauptstadt Kinshasa für ein Box-Turnier trainieren. Es ist die Zeit des Chaos der ersten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Republik Kongo. Sportlicher Wettkampf, politischer Wahlkampf und individueller Überlebenskampf werden in dem vor Energie vibrierenden Film vielfach verschränkt. Bei der Vorführung am Freitag wird ein Vertreter des Vereins Stoffwechsel außerdem über die aktuelle Situation im Kongo informieren.


Freitag, 21.15 Uhr; Samstag, 17 Uhr und Sonntag, 19 Uhr
Gerardo Olivares beschreibt in 14 Kilometer –Auf der Suche nach dem Glück die gefährliche Reise dreier junger Menschen durch das nördliche Afrika Richtung Europa. Ein Film über die wirklichen Dramen, die hinter den oft lapidaren Zeilen einer Zeitungsmeldung von illegalen Einwanderern stecken. Trotz des ernsten Themas besitzt Oliveras bildgewaltiger Film durchaus Humor und orientiert sich in seiner Erzählweise an afrikanischen Traditionen.


Samstag um 21.15 Uhr
Den 2010 in Cannes prämierten neuen Film des renommierten Autorenfilmers Mahamat-Saleh Haroun Un homme qui crie präsentiert Cinema Afrika am in einer exklusiven Vorpremiere. Haroun erzählt darin vom sozialen Abstieg eines alternden Mannes vor dem Hintergrund von Globalisierung und des aufziehenden Bürgerkriegs im Tschad.


Samstag, 19 Uhr und Sonntag, 21.15 Uhr
Die ugandische Filmemacherin Caroline Kamya begleitet in dem Spielfilm Imani drei Menschen an einem ganz normalen Tag in Kampala: eine Hausangestellte, die ihre Schwester bei der korrupten Polizei freikaufen muss, einen früheren Kindersoldat, der in sein kriegsgeschädigtes Dorf zurückkehrt und einen Hip Hopper, der am Abend einen Auftritt plant. So entsteht eine Momentaufnahme der ugandischen Gesellschaft mit ihren zentralen Problemen. Caroline Kamyas Regiedebüt steht auch für ein selbstbewusstes afrikanisches Kino, das sich nicht mehr primär an westlichen Vorbildern orientiert.

Ein Programmheft mit ausführlichen Informationen zu allen Filmen des Festivals ist an der Kinokasse erhältlich.





Immer informiert sein: Melden Sie sich für den  Newsletter  von karlsruhe-entdecken.de an.


zurück