Köpfe der Region


Gaby Heck

Teilnehmerin AUTORiKA Autorenwettbewerb


GABY HECK, geboren 1962 in Karlsruhe. Verheiratet, zwei Kinder, zwei Katzen und lebt in Durmersheim. Als Industriefachwirtin war sie bis zur Geburt ihres Sohnes im Jahr 1993 als Einkäuferin in einem mittelständischen Unternehmen im Bereich der Luftfahrttechnik tätig. Seither steht sie lediglich stundenweise in einem kleinen Büro am Ort im Berufsleben. Auf ehrenamtlicher Basis hilft sie zusätzlich seit 2003 in der katholischen öffentlichen Bücherei in Durmersheim aus. Zum Schreiben fand sie 2007 durch einen Aufruf des "Boulevard Baden". In deren Anthologien "Schwarzer Boulevard" aus 2007 und "Boulevard 2713" aus dem Jahr 2008 wurde jeweils eine ihrer Kurzgeschichten veröffentlicht.


http://www.karlsruhe-entdecken.de


Karlsruhe, 14.12.2011

Woran arbeiten Sie gerade?

Ich habe einen Regionalkrimi geschrieben, überarbeite ihn gerade und hoffe einen Verlag zu finden.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Zum Schreiben kam ich 2006 über den Boulevard-Baden, als die einen Aufruf für ihre erste Krimi-Anthologie 'Schwarzer Boulevard' in der Sonntagszeitung hatten.
Ich dachte: Versuch's doch mal - und habe ganz im geheimen eine Kurzgeschichte verfasst. Danach habe ich nichts mehr gehört, bis im Frühjahr bei den Krimitagen zu einer Lesung aufgerufen wurde und - ups - da stand mein Name und der Titel meiner Story in der Sonntagszeitung. Muss dazu vermerken, dass wir im 'Hinterdorf' das Sonntagsblättle nicht gerade regelmäßig bekamen. Habe beim Verlag dann telefonisch nachgefragt, ob die Leute der Lesung auch in der Antho vorkommen werden. Siehe da, die gab's schon lang und Gaby hat's verpeilt. Ich war eine 'verschwundene Autorin', da meine restlichen Unterlagen 'abhanden' gekommen waren. Jetzt stellen Sie sich mal vor, wie es ist eine Gaby Heck im Großraum Karlsruhe zu finden... Im nächsten Jahr beim Boulevard 2713 war ich ebenfalls dabei. Dann lediglich in zwei Online-Ausgaben. Im Frühjahr dieses Jahr kam eine Geschichte in der Anthologie 'cruor' des Candela-Verlags heraus. Dort gewann ich sogar den zweiten Preis. Und jetzt bei Ihnen...

Was fasziniert Sie daran?

Es fasziniert mich, wie sich aus einer Idee, Situation, einem Gedankengang während des Schreibens eine Geschichte entwickelt. Sie entsteht bei mir nicht im Kopf, sondern entwickelt sich beim Tippen.
Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Die Ideen kommen einfach. Es kann sein, ich lese den Aufruf zu einer Anthologie und schwupps kommt ein Gedanke. Den finde ich gut und es entwickelt sich eine Story - oder auch nicht.

Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mal gar keine Lust zum Schreiben haben?

Im Sommer helfen Eis und frische Erdbeeren vom Feld, derzeit Tee und Weihnachtsplätzchen, ein gemütliches Bad zur Entspanung und dann setze ich mich erst wieder an meine Tastatur, wenn ich mich danach fühle (sonst klappt's eh net).

Sie haben bei der AUTORiKA mitgemacht. Was hat Sie daran gereizt?

Das war so ein Aufruf, bei dem ich sofort dachte: Das ist es. Habe ich eine Idee? Und der nächste Gedanke brachte die Geschichte ins Rollen...

Was gefällt Ihnen an Karlsruhe?

Hier bin ich geboren, es ist und bleibt meine Heimat. Als Zugvogel in meiner Kindheit bin ich seit rund 30 Jahren jetzt wieder hier. Wir wohnen in der Nähe auf dem Land und ich fühle mich einfach wohl, wenn ich ins Städtle komme, was ich oft und gerne tue.

Was wünschen Sie sich, was es hier noch nicht gibt?

So ad hoc fällt mir da gar nichts ein.

Danke für das Gespräch.