Köpfe der Region


Gülsen Ergün

Preisträgerin AUTORiKA Autorenwettbewerb


GÜLSEN ERGÜN, geboren 1982. Multikulti-Schwarzwaldmadel mit Leib und Seele. Aufgewachsen zwischen Baklava und Kleintierzuchtveroi. In der glamourösen Black-Forrest-Metropole Forbach fand sie nach drei Auswärts-Saisons in Hesse` wieder ins Ländle zurück. Als leidenschaftlicher sozialer Libero und selbsternannter Kulursonderbotschafter switcht sie galant und leichtfüßig zwischen Kulturen, Kasten und Konfessionen. Durchaus vorstellbar, dass sie türkisch-folkolistisch trällernd mit Elan die Spätzlespress` betätigt und sich dabei unverschleierten Hauptes gen Mekka richtet ?


http://www.autorika.de


Karlsruhe, 14.12.2011

Woran arbeiten Sie gerade?

An meinem Leben und einer Präsentation.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Schon immer hatte ich großes Interesse am geschriebenen Wort, hielt mich allerdings zuweilen zu lange mit dem gesprochenen auf. Irgendwann bemerkte, dass ich Gedanken Einfälle oder auch Beobachtungen einfach aufschreiben musste, es implodierte schier in mir.

Was fasziniert Sie daran?

Dass ich Dinge dadurch besonders dezidiert, detailliert und umfangreich einerseits und komprimiert, minimalistisch und fast fragmentarisch andererseits beschreiben und in meine Worten kleiden kann. Und natürlich, dass Geschriebenes so viele andere künstlerische Aktivitäten befruchten bzw. durch eben jene befruchtet werden kann – siehe Singer/Songwriter, Film, Malerei?

Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Aus der Gemüseabteilung bei Penny, aus Gesprächen in der Tram 5, aus selbst gesponnenen Drehbüchern für mein Kopfkino, aus dem bunten Potpourri wortloser Szenarien in meiner WG, aus Liebe, Hass, Sehnsucht – und der Bravo.
Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mal gar keine Lust zum Schreiben haben?

Dann bin ich so verwegen und lasse es sein. Im Zweifel eben mit Musik.

Sie haben bei der AUTORiKA mitgemacht. Was hat Sie daran gereizt?

Ein Literaturwettbewerb in und für meine Heimatregion erschien mir als perfekte Gelegenheit für therapeutisches autobiografisches Schreiben – et voilà – Danke dafür!

Was gefällt Ihnen an Karlsruhe?

Dass es mein hassgeliebtes Karlsruhe ist, aber eben meins. Karlsruhe & ich – wir sind ganz alte Homies.

Was wünschen Sie sich, was es hier noch nicht gibt?

Könnte das ein Thema für die nächste Autorika werden? Mir schießen gerade einige Textideen durch meine Kreativ-Bahnen?

Vielen Dank für das Gespräch.