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Heinrich Hübsch: Führung und Vortrag in Bruchsal | 14.4. und 17.4.2013

Vor 150 J. gestorben: Bedeutendster badischer Architekt s.Zeit / JV Bruchsal und Pfarrkirche Untergrombach

Bruchsal (pa). Er verstand sich als "Modernisierer" und schuf doch Bauwerke mit zahlreichen Rückgriffen auf mittelalterliche Stilelemente: Vor 150 Jahren, am 3. April 1863, starb Heinrich Hübsch, zu seiner Zeit der bedeutendste badische Architekt und Planer. Kaum eine Stadt und Region, in der sich nicht bauliche Erinnerungen an ihn finden. So auch in Bruchsal.

1.) Justizvollzugsanstalt Bruchsal (Foto: Stadtarchiv Bruchsal)
Neben der im Krieg zerstörten und nicht wieder aufgebauten Kapelle zum Heiligen Grab hat er sich hier durch den massiven Bau des damaligen "Neuen Männerzuchthauses" und – im letzten Lebensjahr – der Pfarrkirche von Untergrombach verewigt. Im Rahmen des Heinrich-Hübsch-Gesamtprogramms der TechnologieRegion Karlsruhe erinnert deshalb auch Bruchsal an den bedeutenden Architekten.

Am Sonntag, 14. April, führt Dietmar Konanz vom Heimatverein Untergrombach ab 15 Uhr durch die örtliche Pfarrkirche St. Cosmas und Damian. Deren Grundstein wurde fünf Monate nach dem Tod von Heinrich Hübsch am 8. September 1863 gelegt, gleichwohl trägt die Kirche noch unverfälscht seine typische Handschrift. Die an frühchristliche Vorbilder erinnernde Basilikaform, die Fassadenbildung und die Gestaltung des Turmes legen davon sprechendes Zeugnis ab. Die Anregung zu diesen – in seinem Werk immer wiederkehrenden – Stilelementen hatte Hübsch während eines Aufenthaltes in Italien erhalten.

Das Spannungsverhältnis zwischen Strafvollzug und Denkmalschutz beleuchtet Anstaltsleiter Thomas Müller von der Justizvollzugsanstalt Bruchsal drei Tage später, am Mittwoch, 17. April, um 19 Uhr in einem Vortrag im Alten Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses am Marktplatz (Kaiserstraße 66). Architektonisch gehört die JVA sicherlich zu den markantesten Bauwerken der Stadt. Als erste ihrer Art in Deutschland wurde die Anstalt mit ihrem vierflügeligen Zentralbau in den Jahren 1841 bis 1848 nach Plänen von Heinrich Hübsch entsprechend dem sogenannten Pennsylvaniaschen System erbaut. Als denkmalgeschützte Anlage heute zugleich ein Hochsicherheitsgefängnis, ist es nicht immer unproblematisch, die Erfordernisse der Gegenwart mit der Bewahrung des historischen Erbes in Einklang zu bringen.


Eintritt
Eintritt und Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen:
Stadt Bruchsal, Hauptamt, Abt. Kultur, Kaiserstraße 66, 76646 Bruchsal, Tel. 07251/79380, Fax 07251/7911380, ed.lashcurb@SPAMmada.samoht





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