Köpfe der Region


Interview mit Sören Anders

Deutschlands jüngster Sternekoch


Sören Anders wusste schon als Dreijähriger, dass er Koch werden will, Mit 24 erreichte er den Stern, in Gusto wurde er zum Newcomer 2011 gewählt, bei Bertelsmann zum Aufsteiger des Jahres 2012. Die Bildzeitung platziert ihn in einer Liste junger Menschen, denen die Zukunft gehört, der Focus sieht ihn als einen der hundert einflussreichsten Deutschen. 2012 wird er zum Juror für den Koch des Jahres bestellt. In TV-Shows wie "ARD Bufett" oder "ZDF Fernsehgarten" agiert er als Profi und perfekter Entertainer, und unterstützt viele soziale Projekte, am liebsten mit Kindern. 2013 initiert er die große Dinnershow "Crazy Palace" und veröffentlicht sein erstes Kochbuch.


http://www.soerenanders.de


Woran arbeiten Sie aktuell?

Im Dezember 2013 wird mein erstes Kochbuch erscheinen. Hier hab ich meine LIeblingsrezepte aufgenommen vom Regio-Süppchen über Tante Käthes Pfannkuchen und den Fisch am Rhein bis zur ganz normalen Beerentourte. Alles 100% nachkochbare Rezepte zwischen handwerklicher Küchenmeisterei und jungen, modernen Interpretationen.

Sie sind der jüngste Sternekoch Deutschlands Wann und wie sind Sie auf die Idee gekommen, Koch zu werden?

Schon mit 3 Jahren hab ich zum ersten Mal versucht, zu kochen. Seither tue ich leidenschaftlich gern.


Der Focus schreibt: Sören Anders gehört zu den 100 einflussreichsten Deutschen. Was bedeutet das in der Praxis? Wie nutzen Sie ihren Einfluss?

Ich engagiere mich besonders für sinnvolle soziale Projekte, am liebsten für Kinder, denn sie sagen einem direkt ins Gesicht, was sie denken. Und sie lassen sich leicht beeinflussen, ob positiv oder negativ. Ich möchte zu denen gehören, die sie positiv beeinflussen.

Sie sind gerade mal 27 Jahre alt, betreiben ein erfolgreiches Gourmetrestaurant, richten kleine Galas und große Shows aus, treten im TV auf. Woher nehmen Sie die Energie?

Ich lebe gerne jeden Tag, stehe gern jeden Tag auf. Ich mache meinen Job einfach mit Spaß und Liebe und Leidenschaft. Durch Spaß entsteht Energie.

Mit 3 Jahren hab ich das zum ersten Mal versucht. Seither koche ich leidenschaftlich gern.


Wie haben Sie es geschafft, in so jungen Jahren diese begehrte Auszeichnung zu bekommen?

Durch meine Begeisterung für den Beruf. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und dann fallen einem die Dinge sehr leicht.
Im Herbst 2013 starten Sie ein neues Projekt, den "Crazy Palace", eine Dinnershow im Spiegelpalast. Auch sie soll anders werden. Was konkret erwartet den Gast?

Atemberaubende Akrobatik, wunderbare Musik, Klasse Tänzerinnen, sinnenverwöhnendes Essen. Das Ganze serviert in einer phantastischen Atmosphäre.


Seit 2012 leiten Sie das Tumbergrestaurant. Warum haben Sie sich dafür entschieden, ihr Gourmetrestauant im Raum Karlsruhe aufzubauen?

Das ist nicht nur ein Gourmetrestaurant, sondern auch eine Brasserie. Für beides eignet sich der Standort Turmberg wunderbar. Natürlich hätte ich das Projekt auch an einem anderen Ort aufziehen können. Aber ich habe hier gemacht, weil ich es in und für Karlsruhe machen wollte. Hier habe ich meine Karriereleiter begonnen und deshalb will ich Karlsruhe zurückgeben, was es mir gegeben hat.


Sie haben Ihren Traum verwirklicht. Mit welchen Schwierigkeiten hatten und haben Sie zu kämpfen?

Mit den täglichen Alltagssorgen - vom Wasserrohrbruch bis zum Stromausfall, von Personalproblemen bis zum Konkurrenzneid. Das bleibt nicht aus. Neider gibt es überall. Leute sehen nur das Blumenbeet und nicht den Spaten.


Welchen Rat würden Sie anderen Menschen geben, die auch Träume haben, aber zögern, diese zu verwirklichen?

Nicht reden. Machen!


Was wünschen Sie sich in Karlsruhe, was es hier noch nicht gibt?

Eine richtig gute Currywursbude. Mit so einer Mutter, die dahinter steht und fragt: Willste Majo oder Ketchup?

Herzlichen Dank für das Gespräch.


Karlsruhe, im Oktober 2013