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Kinemathek Karlsruhe

Auftakt der Werkschau Charlotte Gainsbourg | 9.1. - 13.01.2011

Die Kinemathek befindet sich seit Ende 2010 im studio 3 der Kaiserpassage. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten hat damit eines der ältesten und schönsten Kinos der Karlsruher Innenstadt wieder viel von seiner ursprünglichen Attraktivität zurückerhalten. Die Kinemathek verfügt mit dem studio 3 zum ersten Mal in ihrer Geschichte über einen angemessenen Ausstellung. Vom 9.1. bis 13.01.2011 präsentiert sie die Werkschau Charlotte Gainsbourg.

Obwohl die französische Schauspielerin Charlotte Gainsbourg erst 1971 geboren wurde, kann sie eine erstaunlich umfangreiche Filmografie vorweisen. Sie arbeitet kontinuierlich mit den unterschiedlichsten Regisseuren und wechselt mühelos zwischen internationalen Großproduktionen und Autorenkino, zwischen Französisch und Englisch. Es sind ihre Körpersprache und ihre Mimik, die bei ihrem Spiel als erstes auffallen und diese Schauspielerin so unverwechselbar machen. Der große, dünne und androgyne Körper, die schlaksigen Bewegungen, das markante Kinn und die stets etwas müde wirkenden Augen. Lange war Gainsbourg auf das Rollenbild der fragilen Kindfrau festgelegt. In den letzten Jahren ist es ihr aber zunehmend gelungen, das Spektrum zu erweitern.

Die Werkschau wird eröffnet am Sonntag mit dem Film Die kleine Diebin von Claude Miller. In den nächsten Monaten stellt die Kinemathek Filme vor, die Gainsbourgs schauspielerische Vielfalt von den 80er Jahren bis in die Gegenwart dokumentieren.

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Die kleine Diebin La petite voleuse

Claude Miller, Frankreich 1988, mit Charlotte Gainsbourg, Didier Bezace, Simon de la Brosse. 110 Minuten, deutsche Untertitel

Als François Truffaut das Drehbuch zu Sie küssten und sie schlugen ihn schrieb, gab es zu den Erlebnissen von Antoine Doinel noch eine Parallelgeschichte über ein Mädchen. Diese Idee gab Truffaut aber schließlich wieder auf und es dauerte fast 30 Jahre bis ihre Geschichte von Claude Miller doch noch erzählt wurde. Eine französische Kleinstadt Anfang der 50er Jahre. Hier wächst die 16-jährige elternlose Janine bei Verwandten auf. Fehlende Liebe kompensiert sie mit Diebstählen in der Schule und in Geschäften. Ihre große Liebe gilt dem Kino und den Büchern. Miller zitiert in dieser Initiationsgeschichte auf liebevolle, nie aufdringliche Weise die Filme seines Lehrmeisters Truffaut.

Sonntag, 9.1. 21.15 Uhr / Donnerstag, 13.1. 19 Uhr





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