Stadt-Teile - Stadt Karlsruhe
Kreativwirtschaft vernetzt sich im Zukunftsraum
Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Mergen lud zum Unternehmergespräch ein
Zwanzig Unternehmen nahmen am Unternehmergespräch zum Thema "Kreativwirtschaft" teil, zu dem Erste Bürgermeisterin Margret Mergen kürzlich in die CoWorking-Oase der Raumfabrik eingeladen hatte. Ziel der Veranstaltung war es, in einen aktiven Austausch mit bereits etablierten Unternehmen des Kreativsektors zu treten.
Aus den Erfahrungen der Unternehmer sollten so Impulse für eine mögliche Gründerförderung in der Kreativwirtschaft abgeleitet werden. Die verschiedenen Hintergründe der Unternehmer sorgten dabei für einen großen Pool unterschiedlicher Erfahrungen und Ideen. Neben Architektur, Produktdesign sowie medialem Design waren die Film- und Musikbranche, Werbeagenturen, Performance-Künste, Kreatives Ingenieurwesen, Projekt- und Produktentwicklung und die Software- und Gamesbranche vertreten.
"Wie fast alle Städte hat sich Karlsruhe die Kreativwirtschaft auf die Fahne geschrieben. Aber es gibt etwas, das Karlsruhe hervorhebt – was ist das und wie kann man genau dieses Potential fördern", eröffnete Mergen die Diskussion. "Es läuft so einiges in der Karlsruher Kreativwirtschaft, es gibt viele gute Leute, die gute Arbeit leisten", war der allgemeine Tenor der Gesprächsrunde, allerdings sei die Außendarstellung der Karlsruher Kreativwirtschaft durch Publicity und Marketing verbesserungsfähig. In der Szene selbst müssten die Unternehmen und die Aktionen der Kreativschaffenden bekannter werden.
Viele, wie etwa die zahlreichen Studierenden, wüssten viel zu wenig über das große Potential und die verschiedenen Möglichkeiten für Kreative in Karlsruhe. Durch eine bessere Vernetzung, ein offensiveres Marketing, eine selbstbewusstere Außendarstellung und eine stärkere Interaktion mit der Gesellschaft könnte die Karlsruher Kreativwirtschaft viel gewinnen und Fachkräfte am gut aufgestellten Kreativ-Standort Karlsruhe halten.
Durch ein Netzwerk kreativer Akteure könne die Kreativwirtschaft gestärkt werden, denn "es geht darum, jemanden zu finden, der etwas kann, das ich selbst nicht kann", zeigte sich der Performance-Künstler Enno-Ilka Uhde überzeugt. Es sei nicht vorrangig, die Karlsruher Kreativwirtschaft in aller Welt berühmt zu machen. "Berühmt sein ist unwichtig. Es ist wichtig, etwas Gutes zu machen. Denn das Gute setzt sich durch und wird dadurch bekannt", so Uhde weiter.
Um gemeinsam gute Projekte durchzuführen und so jeden einzelnen und damit die Gemeinschaft der Kreativwirtschaftler zu stärken, regten Erste Bürgermeisterin Margret Margret Mergen und Michael Kaiser, Leiter der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, weitere Treffen und ein vernetzteres Arbeiten an.
"Zukunftsraum" wird der zukünftige Titel dieser Initiative für die Kreativwirtschaft sein. Bezeichnend auch für den neuen kreativen Raum, der auf dem Alten Schlachthof-Areal entsteht. Hier soll ein Zentrum für kreative Köpfe wachsen, welches dazu beitragen soll, Karlsruhes Kreativszene näher zusammenzurücken und Raum für neue Aktivitäten zu bieten.

Stadt-Teile
3. April 1945

Quelle: ka.stadtwiki.net
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