Köpfe der Region


Margret Mergen

Erste Bürgermeisterin Karlsruhe


Margret Mergen, geboren 1961 im westfälischen Billerbeck, kam in den achtziger Jahren nach Karlsruhe. Dort trat die Diplom-Geografin eine Traineestelle bei der Stadtverwaltung an. Nach Abschluss der Führungsakademie des Landes und Praktika bei der Stiftung Außenwirtschaft sowie der US-Stadt Baltimore führte sie 1990 ihr Weg zurück in die Fächerstadt.

Von 1993 bis 2000 wirkte sie als Stadtkämmerin, dann zog es die CDU-Politikerin nach Heilbronn, wo sie als Erste Bürgermeisterin tätig war.

Seit 2007 ist sie Bürgermeisterin in Karlsruhe, inzwischen als Erste Bürgermeisterin ständige Stellvertreterin des Oberbürgermeisters. Ihre Aufgabengebiete sind die Themen Wirtschaft, Finanzen und Liegenschaften, das Stadtmarketing, die Messen und Kongresse sowie der Bereich Versorgung, Verkehr, Häfen.


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Woran arbeiten Sie gerade?

Neben dem Haushaltskonsolidierungkonzept für Karlsruhe ist die größte Baustelle in unserer Stadt derzeit die Kombilösung. Mit dem Umbau unserer Kaiserstraße in eine reine Fußgängerzone und zur Neugestaltung der Kriegsstraße bin ich als Aufsichtsratsvorsitzende der Karlsruher Schienen- und Infrastrukturgesellschaft KASIG befasst.

Wie kamen Sie zur Politik?

Das Studium Geographie mit Schwerpunkt Staat- und Regionalentwicklung lenkt den Blick auf die Gestaltung in Kommunen. Nach über fünf Jahren Berufserfahrung in Karlsruhe wurde mir deutlich, dass es für die Mitgestaltung unserer Stadt wichtig ist, sich politisch zu artikulieren, um Meinungen mitzuprägen. Nach weiteren acht Jahren Mitgliedschaft in der CDU und Berufserfahrungen als Stadtkämmerin wurde ich gefragt, politische Ämter zu bekleiden, wie das Amt einer Ersten Bürgermeisterin.

Wie motivieren Sie sich, wenn Sie gar keine Lust zur Arbeit haben?

Das kommt zum Glück so gut wie nie vor! Wenn dieser seltene Fall doch einmal eintritt, hilft am besten eine kurze Auszeit mit einem kleinen Spaziergang durch den Botanischen Garten, um einen klaren Kopf und damit neue Lust an der Arbeit zu bekommen.

Wie entdecken Sie die schönen Ecken von Karlsruhe?

Als Erste Bürgermeisterin in Karlsruhe führen mich zahlreiche Repräsentations- und Besprechungstermine in alle Teile unserer Stadt.
Dabei sind die Veranstaltungsorte oft selbst ein Highlight, etwa das international renommierte Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Karlsruhe besticht zudem mit vielen tollen Festen und Events mit dem unterschiedlichsten Charakter, der oft stark geprägt ist vom jeweiligen Stadtteil und dem dortigen Engagement und Vereinsleben. So freue ich mich beispielsweise jedes Jahr auf die Stadtfeste oder auf Music to Go in der City. Und ebenso auf die Straßenfeste in den Stadtteilen. Außerdem bin ich viel mit dem Fahrrad in Karlsruhe unterwegs. Dann offenbaren sich auch die stillen, grünen Oasen, die es hier in Karlsruhe wie in nur wenigen Großstädten so zentrumsnah gibt: Sei es am Rhein, Stadt- oder Schlossgarten oder auf dem Turmberg.

Was zeigen Sie Ihrem Besuch in der Region?

Je nach Besucher habe ich die Qual der Wahl zwischen den Ausflugszielen in Elsass, Schwarzwald oder Südpfalz. Aus meiner Heilbronner Zeit habe ich natürlich eine Vorliebe fürs Kraichgau mit seinen sanften Hügeln, den historischen Städtchen und den urigen Besenwirtschaften mitgebracht.

Was wünschen Sie sich, was es hier noch nicht gibt?

Eine Kaiserstraße als reine Fußgängerzone mit viel Platz für noch mehr innerstädtisches Leben. Selten hat eine Stadt eine solche Chance für eine städtebauliche Aufwertung wie sie uns die Kombilösung jetzt bietet. Ich bin mir sicher, dass die Karlsruher City bald noch mehr Besucher anziehen wird.

Vielen Dank für das Gespräch.