Köpfe der Region


Monika Schneider

Fotografin, Filmemacherin


Die Filmproduzentin Monika Schneider (früher Mertens-Könnemann) wuchs im Bergischen Land in Wuppertal auf und arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Medien-und Werbebereich.

Ihrem ersten Film "Dröppelmina & Wupperstrand" über ihre Heimat folgte ein weiterer filmischer Bilderbogen über die Ruhr. Im Interview erzählt Monika Mertens-Könnemann, wie sie sich in die Fächerstadt verliebte und die schönen Seiten von Karlsruhe in einem Portrait über die Region entdeckte.


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Wie wurde Karlsruhe zu Ihrer Wahlheimat?

Nach Karlsruhe kam ich der Liebe wegen – einer der schönsten Gründe überhaupt. Und obwohl für mich hier alles neu war, war es überhaupt nicht fremd. Die Stadt macht es einem aber auch leicht. Das erste, was mir hier auffiel, war der große Himmel – ich komme aus einer Gegend mit vielen Tälern und Hügeln – dem Bergischen Land. Und hier ist viel Licht, auch wenn die Sonne nicht immer scheint.

Wie kam es zur Idee zu "Karlsruhe – Der Film"?

Mein erster Tag in Karlsruhe – Hochsommer, Sonne, Oleanderbüsche und Palmen auf dem Marktplatz. Die Schönheiten der Stadt habe ich natürlich auch mit meinem fotografischen Auge gesehen. Zusammen mit meinem Freund habe ich die Stadtviertel erkundet, dabei auch weniger schöne Seiten gesehen – und viele Menschen kennen gelernt. Schnell war die Idee geboren, diese Stadt, aber auch das Umland, filmisch zu erobern.

Wie lange haben Sie am Film gearbeitet?

Im Mai 2008 saß ich mit Joachim Wossidlo zusammen, einem Dokumentarfilmer, den ich im Verein Filmboard Karlsruhe kennen lernte. Er ist auch ein "Zugezogener" und wir kamen spontan zum Schluss: über diese Stadt muss es einen Film geben. Die ersten Ideen lagen ja schon in der Schublade, und dann ging es ziemlich turbulent zu: Drehbuch schreiben, Drehorte recherchieren und anfragen, Drehgenehmigungen einholen und mit der Kamera arbeiten, wenn das Wetter mitmacht. 5 Monate von der Idee bis zur fertigen DVD, jede Menge HD-Bänder und viele Stunden am digitalen Schneidetisch – dank der Unterstützung unserer Partner haben wir beide es dann geschafft und Anfang Dezember hatte der Film seine Premiere im Traditionskino "Schauburg".

Was gibt es in 90 Minuten "Karlsruhe – Der Film" zu sehen?

Ganz viele Bilder aus Stadt und Land, Interviews mit Menschen, die hier leben. Natürlich die touristischen Highlights, aber auch ungewöhnliche Punkte wie eine Glockengießerei, die Südstadtführung, ein Gespräch auf dem Hauptfriedhof. Zwischendurch treibt das Comic-Schaf Fridolin in kurzen Clips seine Späße (kreiert vom Karlsruher Designer Philip Mohila). Die DVD zeigt den Film wahlweise in Deutsch, Englisch, Französisch – und Badisch. Kommentiert von der Kabarettistin Cordula Möhringer.
Woran arbeiten sie aktuell?

Ich verlege meine Filme selber in meinem kleinen Eigenverlag GOOG MA und beliefere die Buchhandlungen. Ich produziere auch Industriefilme und 3D-Animationen. Zur Zeit bereite ich mich auf meinen ersten Kurs als Trainerin für das Landesmedienzentrum vor. Ich will zukünftig vermehrt medienpädagogisch arbeiten und Schüler und Eltern im kritischen Umgang mit Medien unterstützen, über die Gefahren aufklären und zum kreativen Einsatz anregen. So kann ich meine Berufserfahrung an die nächste Generation weitergeben – eine schöne Aufgabe.

Was machen Sie in ihrer Freizeit?

Zusammen mit meinem Freund unternehme ich gerne Ausflüge. Immer dabei – unsere Spiegelreflexkameras. Das Fotografieren zu zweit macht viel Spaß und wir entdecken immer wieder neue Seiten in Karlsruhe. Ich höre viel Musik – von Klassik bis Hardrock. Und ich liebe Filmklassiker: Chaplin, Hitchcock, Kubrick, Woody Allen, Fassbinder, Truffaut.....die Liste ist lang und dank der neuen BlueRay-Technik kann man bereits einige der alten Werke im "neuen" Glanz erleben.

Was wünschen sie sich für Ihre Zukunft?

Gesundheit - und dass es den Menschen, die ich liebe, gut geht. Beruflich will ich mich weiterentwickeln und zunehmend medienpädagogisch arbeiten. Und für uns alle wünsche ich mir Frieden, weniger Gewaltbereitschaft und einen bewußteren Umgang mit unserer Welt.

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Sie wollen den Film sehen? Wir auch.

Wir freuen uns, dass Monika Mertens-Könnemann sich Zeit genommen hat und exklusiv für karlsruhe-entdecken.de den Film zeigt. zeigt. Gern nimmt sie sich anschließend Zeit für Sie, wenn Sie Fragen haben.

Termin: 02.04.2010, 17.00 Uhr.
Ort. Badisch Brauhaus, Stephanienstraße 38-40, Karlsruhe.


Die Vorführung findet in der Eventlounge im 2. UG statt. Anmeldung ist nicht erforderlich. Länge: 90 Minuten. Der Eintritt ist frei.

Sie sehen die badische Fassung, kommentiert von der Kabarettistin Cordula Möhringer.


FOTOGALERIEN
Und wenn Sie sich schon vorab informieren wollen, in den FOTOGALERIEN finden Sie zwei Galerien aus dem Film von Monika Schneider (früher Mertens-Könnemann).
Fotogalerie KARLSRUHE - DER FILM

Einen Ausschnitt aus dem Film finden Sie  hier.