Stadt-Teile - Stadt Karlsruhe


Stadtwerke Karlsruhe investieren kräftig in das Stromnetz

Mehr als 50 Mio. Euro im letzten Jahr

Die Stadtwerke Karlsruhe investierten auch im Jahr 2010 wieder kräftig in die Stromnetze der Fächerstadt. "Durch unsere kontinuierliche Investitionstätigkeit gewährleisten wir eine zeitgemäße Netzstruktur und damit eine hohe Versorgungssicherheit für unsere Kunden", betont Technischer Geschäftsführer Dr. Karl Roth. "Im letzten Jahr haben wir dafür 11,4 Millionen Euro in die Hand genommen, und dies allein für die Stromverteilung." Verteilt über alle Bereiche hat das Unternehmen 2010 eine Gesamtinvestition von 51,4 Millionen Euro geleistet.

Neben den Leitungsnetzen gilt das Augenmerk besonders den Umspannwerken

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Für den Ausbau und die Erneuerung des Leitungsnetzes haben die Stadtwerke 3,2 Millionen Euro aufgewendet. Schwerpunkt war, neben der konsequenten Umsetzung einer Ringstruktur und der Freileitungsverkabelung im Mittelspannungsnetz östlich der Autobahn, die Inbetriebnahme einer neuen Hochspannungs-Kabelstrecke. Diese verbindet das Umspannwerk West beim Heizkraftwerk in der Honsellstraße direkt mit dem Umspannwerk Nord in der Innenstadt. Das Karlsruher Hochspannungsnetz erhielt damit eine vierte West-Ost-Verbindung und ist so noch besser für die künftigen Aufgaben gerüstet.

Insgesamt 6,3 Millionen Euro flossen in die Modernisierung und Erneuerung der Umspannwerke. So wurde zum Beispiel im Umspannwerk Mitte, das die Südstadt und Teile der Innenstadt versorgt, eine moderne 20-kV-Schaltanlage in Betrieb genommen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude in der Wilhelmstraße haben die Stadtwerke für die neue Schaltanlage, an der 10 Mittelspannungsringe angeschlossen sind, komplett entkernt und saniert.

Eine neue 110-kV-Schaltanlage bekam das Umspannwerk Nord. Auch im Umspannwerk West soll es eine neue 110-kV-Innenraum-Schaltanlage geben, zwei neue Hochspannungs-Transformatoren sind bereits geliefert worden.
Ein weiterer Trafo wurde im Umspannwerk Durlach erneuert. Darüber hinaus haben die Stadtwerke mit den Erneuerungsarbeiten an der 20-kV-Schaltanlage im Umspannwerk Süd begonnen.

Drei Spannungsebenen

Zur Versorgung der Stromnetzkunden betreiben die Stadtwerke Karlsruhe ein rund 59 Kilometer langes 110-kV-Hochspannungsnetz. Dieses wird gespeist aus den Umspannwerken West und Ost und bildet das Hauptverteilsystem elektrischer Energie von Karlsruhe. Über die im Stadtgebiet verteilten neun Umspannwerke wird die Hochspannung (110 kV) auf die Mittelspannung (20 kV) transformiert. Mehr als 900 Netzstationen sorgen dann wiederum für die Verringerung der Spannung auf die für Haushalte übliche 400-V-Niederspannungsebene.

Innerhalb des komplexen Stromnetzes muss alles stimmen, damit die Versorgung sichergestellt ist. Es gilt, die Balance zwischen Leistungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu wahren. Die Stadtwerke verfolgen daher eine verantwortungsbewusste und zielgerichtete Erneuerungsstrategie, nach der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen geplant werden.

Anzahl der Stromstörungen liegt unter dem Bundesdurchschnitt

Die Stromnetze in Karlsruhe sind sehr zuverlässig und versorgungssicher. Doch grundsätzlich gilt: Ein Stromnetz in der Größenordnung des Karlsruher Netzes kann nicht störungsfrei betrieben werden. Laut Störungsstatistik des Forums Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) liegt die Störungshäufigkeit deutscher Mittelspannungsnetze vergleichbarer Größe bei jährlich 21 Ausfällen. Im langfristigen Mittel betrachtet, kommt es im Karlsruher 20-kV-Netz zu elf Störungen pro Jahr. Konkret waren es im Jahr 2010 zwölf Ausfälle, ein Jahr davor waren es nur halb so viele. Manchmal kann es zufällig in kurzem Zeitraum zu einer Häufung von Ausfällen kommen, die jedoch in keiner Relation zueinander stehen.

Innovative Betriebsweise soll künftig Verfügbarkeit weiter erhöhen

Bei einer Stromstörung ist die Dauer für die Wiederherstellung der Versorgung entscheidend. Diese hängt davon ab, ob sich alle Stationen durch Umschaltungen des Netzes wiederversorgen lassen oder ob physikalisch bedingte Folgefehler eine zeitaufwändige Fehlersuche mit dem Kabelmesswagen und eine anschließende Kabelreparatur mit Tiefbau und Montage erforderlich machen. Durch die Einführung einer neuen innovativen Betriebsweise im Karlsruher Mittelspannungsnetz wird diesen Folgefehlern künftig vorgebeugt: Jeder Fehler wird sofort durch so genannte Schutzrelais abgeschaltet. Die anschließende Fehlersuche und Zeit bis zur Wiederversorgung wird deutlich verkürzt. Die Wahrscheinlichkeit für mehrstündige Stromausfälle kann mit dieser Betriebsweise maßgeblich reduziert werden.

Das bedeutet, dass die geringe Nicht-Verfügbarkeit des Karlsruher Mittelspannungsnetzes von im Durchschnitt circa 8 Minuten pro Jahr und Kunde (Deutschland: circa 19 Minuten) weiter sinken wird. Eingeführt wurde die Technik bereits im Umspannwerk Mitte im Zuge der dortigen Modernisierungsarbeiten. 2011 sind die Bezirke der Umspannwerke Nord und Süd an der Reihe, Zug um Zug sollen weitere folgen.

Quelle: STADTWERKE KARLSRUHE Presse-Information vom 19. April 2011





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