Köpfe der Region


Trudel Zimmermann,

Lesepatin und Märchenvorleserin


Frau Trudel Zimmermann, Lesepatin, Märchenvorlesungen, Dampfmaschinensammlerin unterstützt seit Ostern 2011 Frau Carla Dreßen.

Frau Carla Dreßen, Lehrerin im Ruhestand, ist seit 2002 historische Lehrerin im Badischen Schulmuseum.


http://www.badisches-schulmuseum.de


Frau Zimmermann, wie kamen Sie zum Badischen Schulmuseum und was ist ihre Aufgabe als ehrenamtliche Mitarbeiterin?

In der Postgalerie besuchte ich das Schulmuseum. Mich interessierten die alten Exponate. Mit einem Mitglied des Schulmuseums, Herrn Utzni, unterhielt ich mich und erwähnte, dass ich Lesepatin bin. Er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, als historische Lehrerin Frau Dreßen zu unterstützen. Ich erlebte dann eine historische Schulstunde bei Frau Dreßen, und so gehe ich nun wieder in die Schule, als " Fräulein Lehrerin".

Was fasziniert Sie an diesem Projekt: Schulmuseum?

Es sind die alten Bücher, Alben von längst vergangener Zeit, alte Zeugnisse,
wunderbare noch in Deutscher Schrift geschrieben Hefte, kurz ausgerückt die alten Exponate die mich faszinierten. Auch die Handarbeiten von 1907 und natürlich die alte Dampfmaschine.

Gibt es da parallen zu Ihrer bisherigen Tätigkeit als Lesepatin?

Als Lesepatin gebe ich den Kindern Ratschläge und Tipps, wie man besser und schneller Lesen kann. Das Lesen interessant gestalten, das Kopfkino erwecken. Im Schulmuseum kann ich unterstützend noch zeigen wie man früher lernte , wie es dort in der Schule zuging, Und welche wenigen Bücher zur Verfügung standen. Es gab ja früher keinen Kopierer, es musste ja alles mit der Hand geschrieben werden. Und die Kinder lesen gerne aus alten Büchern.

Woher nehmen Sie ihre Motivation?

Die Begeisterung " meiner Schüler ". Die vielen Oh`s und Ah`s. Die strahlenden
Augen und das Erstaunen der Kinder, wenn sie die Unterschiede zwischen früher
und heute erleben dürfen. Es ist schön, zu erzählen wie es in früherer Zeit zuging. Auch ist es wichtig die alten Exponate zu zeigen, die verschiedenen Schriften, Bücher, und die Vergangenheit für kurz Zeit zu erleben. Die Motivation kommt auch aus der Dankbarkeit meiner Schüler.
In Grötzingen darf das historische Klassenzimmer auf weitere zwei Jahre verbleiben oder auch länger?

Ich hoffe doch sehr, dass wir dort auf lange Zeit bleiben könnnen. Wenn uns
Grötzingen nicht mehr haben will, können wir die alten Sachen ja nur noch verbrennen. Wo sollen wir hin?

Was wünschen Sie sich für Ihre weitere Tätigkeit?

Wir brauchen Verstärkung für das Museum. Insbesondere für den historischen Unterricht. Ein erlebbares Schulmuseum in der Stadt. Mit mehreren Schulräumen um alles zeigen zu können. Denn der Keller in Grötzingen platzt aus alles Nähten. Wir haben unschätzbare alte Exponate. Zeitnahe Ausstellungen könnten wir machen, über Religion, Geschichte, im Winter Märchen, als Beispiel. Aber es fehlt an Räumen. An Ideen fehlt es nicht, nur uns fehlt nur noch eine "alte Schule", oder Räume in der Stadt, wo wir uns präsentieren können, parallel zu Grötzingen natürlich.

Zur Zeit ist eine Kooperation mit dem Kulturverein – Malerdorf Grötzingen angedacht, darüber wird in den nächsten Wochen ein Gespräch geführt.

Ich verspreche mir viel über diese Zusammenarbeit. Denn wenn schon Leute unser
Schulmuseum besuchen kann dieser Besuch auch einen Rundgang oder Atelierbesuch
ergänzend beinhalten.

Danke für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.