Stadt-Teile - Stadt Karlsruhe


Zehn neue Solaranlagen für Karlsruhe und die Region

Solarpark III wird in Betrieb genommen / Beteiligungsanlagen mit über 1.300 Kilowatt Leistung

Die große Resonanz der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger an den Beteiligungsanlagen Solarpark I und II hat die Stadtwerke Karlsruhe dazu bewogen, einen weiteren Anlagenpark zur solaren Stromerzeugung zu errichten - den "Solarpark III".

Bislang sind neun Solaranlagen des Solarparks III in Betrieb. Die Dächer des Kulissenlagers des Badischen Staatstheaters, der Fuhrparkhalle des Amts für Abfallwirtschaft sowie der Fruchthalle des Großmarktes bilden die größten Anlagen des Projektes im Stadt-gebiet Karlsruhe. Sie haben zusammen eine elektrische Leistung von rund 700 Kilowatt. In der Region wurden die Dächer der Lagerhalle der AVG in Busenbach (246 Kilowatt) und die AVG-Abstellhalle in Freudenstadt (130 Kilowatt) mit Solarmodulen belegt. Eine weitere Anlage auf der Neuen Messe in Rheinstetten mit rund 100 Kilowatt ist in Planung. Insgesamt haben die Modulflächen des Solarparks III über 1.300 Kilowatt installierte Leistung und eine Fläche von 13.000 Quadratmetern. Sie erzeugen etwa 1.300.000 Kilowattstunden "grünen" Strom im Jahr und sparen damit jedes Jahr 540 Tonnen CO2 ein.

Erste Bürgermeisterin Margret Mergen betonte bei der offiziellen Eröffnung des Solarparks III auf dem Dach des Kulissenlagers des Badischen Staatstheaters: "Jede einzelne Solaranlage bringt uns den Klimaschutzzielen etwas näher. Sie sind wichtige Puzzlestücke im Klimaschutz-Engagement der Stadt Karlsruhe und unserer engagierten Bürgerinnen und Bürger." Die moderne Anlage auf dem Kulissenlager um-fasst 1.470 Solarmodule und hat eine prognostizierte elektrische Leistung von 288 Kilowatt. Sie besteht aus polykristallinen Zellen der Firma Hyundai und wurde von der Firma IGATEC aus Speyer auf das Dach montiert. Michael Obermeier, Verwaltungsdirektor des Badischen
Staatstheaters: "Wir freuen uns, dass wir eine so große Anlage auf das Dach des Kulissenlagers bekommen haben. Pro Jahr können 100 Tonnen CO2 eingespart werden, darauf sind wir sehr stolz. Es bestärkt uns auf unserem Weg, das Badische Staatstheater zum ersten Grünen Theater in Deutschland zu machen." Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Amt Vermögen und Bau Baden-Württemberg, ist hälftiger Miteigentümer des Kulissenlagers des Badischen Staatstheaters und hat neben der Dachfläche auf dem Kulissenlager auch für die bisherigen Solarparks I und II der Stadtwerke bereits Dachflächen auf der Pädagogischen Hoch-schule und der Hochschule Karlsruhe zur Verfügung gestellt. Zweiter Miteigentümer ist das städtische Amt Hochbau und Gebäudewirtschaft.

"Seit der Einführung unserer Photovoltaik-Initiative im Jahr 2005 hat sich die solare Anlagenkapazität in Karlsruhe vervielfacht", resümiert Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe.
"Neben dem damit verbundenen ökologischen Aspekt hat uns aber auch die großartige Beteiligungsbereitschaft der Karlsruher Bevölkerung motiviert, dieses Erfolgsmodell weiterzuführen." Das Ziel der Stadt-werke ist der kontinuierliche Ausbau des in Karlsruhe erzeugten Stroms aus regenerativen Energiequellen. "Im Jahr 2010 konnten in der Fächerstadt rund 20 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugt werden", so Dr. Roth.

Neben Photovoltaikanlagen auf Dachflächen vorwiegend öffentlicher Einrichtungen und Gebäude wie dem Kulissenlager wurden im Gegensatz zu den beiden vorherigen Solarparks auch Anlagen auf Dächern in der Region installiert. Die Rendite von rund 4,8 Prozent wird über die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung erwirtschaftet. "So haben Anleger gleich mehrere Vorteile: Sie fördern durch ihren Beitrag den Ausbau regenerativer Energien vor Ort und haben i hr Geld relativ sicher und gewinn-bringend angelegt", informiert Dr. Roth. Insgesamt wurden 849 Anteile im Wert von je 2.000 Euro gekauft. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 4 Millionen Euro. Dass sich die Investition lohnt, zeigen die abgehaltenen Gesellschafterversammlungen der Solarparks I und II: Die Photovoltaikanlagen laufen besser als erwartet. Für den ersten Solarpark konnte im vergangenen Jahr sogar eine höhere Ausschüttung als prognostiziert gewährt werden.

Quelle: Stadtwerke Karlsruhe GmbH - Presseinfo





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