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Filmreihe in der Schauburg

Wie Filmklassiker unser Bildgedächtnis prägen

Welche Filme muß man gesehen haben, um im Medien- und Informationszeitalter mitreden zu können?

Seit der Erfindung der bewegten Bilder prägen diese unser visuelles Gedächtnis und unsere Ausdrucksformen nachhaltig. Aesthetik ist mehr als nur Geschmackssache. Filme haben zwischen Kulturen, Generationen, Disziplinen und Institutionen einen Dialog eröffnet, der heute, da Filme digital zitierbar und reproduzierbar geworden sind, eine gesteigerte Intensität erlebt.

Begleitend zu den filmwissenschaftlichen Seminaren an AWWK und ZAK bietet die Karlsruher SCHAUBURG eine Filmreihe an, die allen offen steht, die sich für Film, Kultur und Medienaesthetik interessieren.

Gezeigt werden beispielhafte Werke herausragender Regisseure, verschiedener kultureller Herkunft, Genres und Epochen.

Die Termine:


Sonntag, 4. Juli 15 Uhr
Sergej Eisenstein: Panzerkreuzer Potemkin. UdSSR 1925

restaurierte Jubiläumsfassung mit der Musik von Dmitri Schostakowitsch
Aus einer historischen Episode im vorrevolutionären Russland machte Sergej Eisenstein ein Musterbeispiel seiner innovativen Montagetechnik. Von seinen schnellen, suggestiven Schnittfolgen sind heute Blockbuster und Filmkunst, Videoclips und Werbung gleichermaßen beeinflusst.

Sonntag, 11. Juli 15 Uhr
Alfred Hitchcock: Vertigo. USA 1959

restaurierte Fassung im 70 mm Großbild-Format
Alfred Hitchcock hatte schon bald bei Publikum und Produzenten einen guten Ruf als Regisseur von spannungsvollen Thrillern. Doch erst die Regisseure der Nouvelle Vague wiesen um 1960 auf das einzigartige künstlerische Potential seiner Filme hin. Heute zählt Vertigo zu den meistzitierten Klassikern in Kinofilmen und Medienkunst.

Sonntag, 18. Juli 15 Uhr
Jean-Luc Godard: À bout de souffle / Außer Atem. Frankreich 1960

französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
In seinem ersten Spielfilm brachte Jean-Luc Godard das Lebensgefühl seiner Generation zum Ausdruck. Dabei schuf er mit gezielten Regelverstößen eine neue Filmaesthetik, die den Filmemachern von Nouvelle Vague und New Hollywood erweiterte filmsprachliche Dimensionen eröffnete.

Sonntag, 25. Juli 15 Uhr
Akira Kurosawa: Dersu Uzala / Uzala, der Kirgise. UdSSR/Japan 1975

russische Originalfassung mit deutschen Untertiteln; im 70 mm
Großbild-Format Akira Kurosawa, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr weltweit gefeiert wird, steht für die Transkulturalität der Filmpoesie: sie entspringt der Synthese verschiedenartiger kultureller Einflüsse aus Ost und West. Für den in Sibirien gedrehten Film über das Verhältnis von Mensch, Natur und Zivilisation wurde er mit seinem zweiten OSCAR als Bester ausländischer Film 1975 ausgezeichnet.

Sonntag, 8. August 15 Uhr
Stanley Kubrick: 2001 – Odyssee im Weltraum. USA 1968

Erstaufführungskopie im 70 mm Großbild-Format
In Stanley Kubricks Film werden die Bewegungsbilder völlig autonom; Worte spielen eine untergeordnete Rolle, oder führen in die irre: Ein Film, der in perfekten Bildern Fragen nach den Grenzen menschlicher Perfektion stellt – und der ganz nebenbei bewies, daß das Science Fiction Genre Blockbuster-Kapazität besitzt. Ein Schlüsselwerk zum Verständnis des Verhältnisses von Mensch, Wissenschaft und Technik.

Vor jedem Film gibt es eine "Mikroeinführung" von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienaesthetik; Lehrbeauftragter am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft, Karlsruher Institut für Technologie).
Nach der Vorstellung wird ein Filmgespräch angeboten.

Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18


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Premiere mit Sekt und Brezel
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Mittwoch, 7. Juli um 21.00 Uhr

"Mahler auf der Couch"
Deutschland 2010
Regie + Buch: Percy Adlon, Felix Adlon
Kamera: Benedict Neuenfels
Schnitt: Jochen Künstler
Kostüm: Caterina Czepek
Musik: Guido Solarek
Darsteller: Johannes Silberschneider, Barbara Romaner, Karl Markovics, Eva
Mattes

Webseite: www.mahleraufdercouch.de

Im Jahr 1910 begegneten sich der Komponist Gustav Mahler und der
Psychoanalytiker Sigmund Freud einen Nachmittag lang. Mahler hatte Freud um den Termin gebeten, weil seine junge Frau Alma ihn betrogen hatte. Was genau die beiden an diesem Tag geredet haben, ist nicht belegt. Percy und Felix Adlon haben das Ereignis zum Anlass genommen, einen postmodernen Kostümfilm zu drehen, der es schafft, das Wissen um die Konstruktion von Geschichte(n) mit großem Melodrama zu verbinden.



Premiere mit Sekt und Brezel

Mittwoch, 7. Juli um 21.00 Uhr

Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18


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NEU in der Schauburg
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Pippa Lee
Originaltitel: The Private Lives of Pippa Lee
USA 2008
Regie: Rebecca Miller
Buch: Rebecca Miller
Darsteller: Robin Wright Penn, Alan Arkin, Blake Lively, Maria Bello,
Keanu Reeves, Julianne Moore

Webseite: www.centralfilm.de

In der besonders hochkarätig besetzten Selbstfindungs-Geschichte einer
fünfzigjährigen Ehefrau und Mutter beeindruckt Robin Wright Penn als
zwischen Vergangenheit und Zukunft verlorene Pippa Lee. Der Künstlerin und Regisseurin Rebecca Miller - Tochter von Arthur Miller - zeigt in ihrem vierten Film eine stimmige Entwicklung mit leisen Tönen.

Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18


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NEU in der Schauburg
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Women without Men
Deutschland/ Österreich/ Frankreich 2009
Regie: Shirin Neshat
Drehbuch: Shirin Neshat, Shoja Azari, nach dem Roman von Shahrnush
Parsipur
Darsteller: Pegah Ferydoni, Arita Shahrzad, Shabnam Tolouei, Orsi Toth,
Mina Azarian, Shahrnush Parsipur

Webseite: www.womenwithoutmenfilm.com

In ihrem ersten Spielfilm adaptiert die international bekannte
Video-Künstlerin Shirin Neshat einen höchst komplexen Roman der iranischen Autorin Shahrnush Parsipur. Vor dem Hintergrund des von westlichen Geheimdiensten unterstützten Staatsstreichs im Iran 1953 spielt sich das Schicksal von vier Frauen ab, die auf verschiedene Weise von der Gesellschaft unterdrückt werden. Ein ambitionierter Film, gewidmet den iranischen Opfern demokratischer Aufstände der vergangenen hundert Jahre.
- Ausgezeichnet mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie!

Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18





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